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Griechische Impressionen

Für den Großteil der Reisegäste begann die Fahrt um 4 Uhr morgens am Busbahnhof in Cottbus. Unser erstes Ziel auf der Reise zum griechischen Festland ist die 1.000 km entfernte Stadt Verona am nördlichen Rand der Po-Ebene in Italien. Am Ende der Reise werden wir 4.150 km mit dem Bus und knapp 1.500 km mit der Fähre zurückgelegt haben.

Über Dresden, das Vogtland, durch Bayern an München vorbei, geht es in die Alpen. Das Inntal führt uns bis Innsbruck in Österreich und weiter fahren wir über die Europabrücke zum Brenner. Interessante Sehenswürdigkeiten wie die Sachsenklemme, die Franzensfeste und das Kloster Säben sind gut vom Bus aus zu sehen. Endlich sind wir auf der Höhe des Gardasees und unser Etappenziel rückt näher.

Nach einer erholsamen Nacht brauchen wir noch fünf Stunden, bis wir endlich in Ancona am Fährhafen ankommen. Nach dem Sicherheitscheck können wir unsere Kabinen beziehen. Auf dem Oberdeck lacht die Sonne und die Bar lädt auf ein Getränk ein. Italienisches Flair verbreiten die Gruppen von Schülern und Studenten, die ebenfalls auf dem Weg nach Griechenland sind.

Frühaufsteher werden vor unserem Zielhafen Igoumemitsa mit einem Blick auf die Küste der Insel Korfu belohnt. Am Hafen wartet bereits unsere griechische Reiseleiterin Fani auf uns und umgehend erhalten wir interessante Informationen über Land und Leute sowie über unser erstes Ausflugsziel, die Stadt Ioannina. Nach einer kurzen Besichtigung der Altstadt und der Ausgrabungen genießen wir unsere erste Freizeit. Einige gehen shoppen, andere essen ihren ersten griechischen Salat in einer schattigen Taverne. Griechenland zeigt sich von Anfang an von seiner besten und sonnigsten Seite. Der weitere Weg führt uns nach Kalambaka. Unser 4-Sterne-Hotel beeindruckt mit einer atemberaubenden Felskulisse und das abendliche Buffet verwöhnt uns mit typisch griechischen Gerichten. Herzhafte Salate, Spezialitäten vom Grill oder orientalische Süßspeisen zum Nachtisch - für jeden ist etwas dabei.  

Unser nächstes Reiseziel ist das Dörfchen Arachova in unmittelbarer Nähe von Delphi. Am Vormittag besichtigen wir aber erst das Kloster des Heiligen Stephanos sowie das Kloster Great Meteoron. Zum letzteren führen uns knapp 300 Stufen. Beide Klöster gehören zu den Meteora Klöstern und liegen auf einzigartig geformten Sandsteinfelsen. Beeindruckend sind die prachtvoll ausgestatteten orthodoxen Kirchen. Anna, die Inhaberin unseres Familienhotels, holt uns mit ihrem Sohn bereits im Bus ab und alle Gäste erhalten ein Zimmer mit Blick auf den in der Ferne liegenden Golf von Korinth. Die griechische Küche lädt mit Schafskäse und hausgemachtem Wein zu einem Gaumengenuss ein.

Gern wären wir in diesem gastlichen Haus noch länger geblieben, aber heute steht Delphi auf dem Programm. Die Spannung steigt, weil jeder von uns eine eigene Vorstellung von dieser Kultstätte Griechenlands hat. Und wir werden nicht enttäuscht! Sehr interessant ist das dazugehörende archäologische Museum, das antike Exponate des historischen Delphis zeigt. Unsere anschließende Fahrt endet auf dem Peloponnes in Vrahati. Erleichterung bei allen, denn in diesem Hotel werden wir vier Nächte bleiben. In fünf Minuten sind wir zu Fuß am Ufer des Golfs von Korinth. Der saubere Strand besteht aus feinem Kies und die großzügige Hotelanlage bietet viele Aufenthaltsmöglichkeiten im Freien.

Verglichen mit den restlichen Tagen ist unser heutiger Ausflug nach Mykene, Nauplia, Epidaurus mit nur 216 Kilometern, eine Kurzstrecke. Wir besuchen die Ausgrabungen des klassischen Griechenlands, darunter die erste Hauptstadt. Highlight des Tages ist der abendliche Besuch in einer Taverne. Dank dem nicht enden wollenden Reigen von Vorspeisen, bis hin zum Fleisch vom Grill mit Weiß- und Rotwein aus Vrahati, steigt die Stimmung rasch. Die Herren der Gruppe erfrischen ihre durstigen Kehlen mit Mythos-Bier.

Athen, die „große Stadt“ direkt unter der Akropolis steht heute auf dem Programm. Obwohl leicht überfüllt, ist die Besichtigung ein wirkliches Erlebnis. Im archäologischen Museum sehen wir viele Originale, die wir zuvor als Kopie gesehen haben. Wir erkunden die Altstadt und erschöpft und angeregt erreichen wir am frühen Abend wieder unser Hotel in Vrahati. Mit einem vielfältigen und schmackhaften Buffet klingt der erlebnisreiche Tag aus.

Das Programm unseres vorletzten Tages in Griechenland ist ein Halbtagesausflug zum Kanal von Korinth. Gut eine Stunde fahren wir mit dem Schiff von der Ägäis bis zum Golf von Korinth und zurück. Versüßt wird die Fahrt wird durch einen leckeren Imbiss und Ouzo. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Alt-Korinth steht uns der Nachmittag zur freien Verfügung.

Auf dem Weg zum Fährhafen Matras machen wir einen Abstecher durch die wildromantische Vouraikos-Schlucht und besichtigen das Kloster Mega Spileo. Unseren letzten Aufenthalt verleben wir in Kalavrita, einer griechischen Kleinstadt in den Bergen. Am frühen Nachmittag checken wir wieder auf der Fähre ein und bereiten uns auf eine knapp 24-stündige Überfahrt nach Ancona vor.

Beeindruckt und begeistert hat uns dieser Urlaub in Griechenland mit seinen gastfreundlichen Menschen, dem leckeren Essen, den antiken Ausgrabungen und Sehenswürdigkeiten.

Ihr Reiseleiter, Andreas Kwoll

Andreas Kwoll