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China - Land der Gegensätze

Warum lächeln Chinesen ständig? Und muss man in China immer Reis essen? Diesen und vielen anderen Fragen, wollte ich auf den Grund gehen. Viele Leserinnen und Leser kennen mich noch als Büroleiterin aus der RCC-Filiale in Guben. Seit November 2017 arbeite ich in der RCC-Filiale im Blechen-Carré, um mir als zugezogene Cottbuserin den täglichen weiten Weg zur Arbeit zu sparen. Privat reise ich sehr gern. Zu meinen Lieblingszielen zählen Thailand mit Bangkok, Singapur, New York, Kalifornien, die griechischen Inseln, Spanien, sowohl die Kanarischen Inseln als auch die Balearen mit Mallorca… Die Liste ließe sich endlos fortsetzen.

Vor zwei Jahren hat es mich gepackt – ich wollte unbedingt China kennen lernen. Für mich war von Anfang an klar, es sollte eine komplett durchorganisierte Rundreise mit deutsch sprechender Reiseleitung sein. Vor Ort ist die Verständigung außerhalb der Hotelanlagen sehr schwierig. Da hilft nur der Einsatz von Händen und Füßen. In den Restaurants gibt es spezielle "Bilderkarten" für Touristen, anstelle von Menükarten. Man sucht sich das Essen anhand des Bildes aus, weiß allerdings noch nicht, ob das Essen z. B. scharf oder mild gewürzt ist. Das lässt sich mit ein paar Gesten zwischen dem Reisegast und dem Personal aber schnell klären.

Zum Glück war die Vollpension auf unserer Rundreise mit dem Reiseclub Cottbus inklusive. Das machte das Essen für uns deutlich einfacher, da die Speisen schon vorab für uns deutsche Gäste vorbestellt wurden. In China ist es üblich, an großen runden Tischen für acht bis zehn Personen zu essen. Man bekommt verschiedene Speisen am Tisch serviert und kann sich selbst bedienen. Von recht würzigen Suppen, über viel gedünstetes Gemüse, teils auch frittiert, gab es regelmäßig typisch klebrigen Reis. Hähnchenfleisch, mal mild mal scharf, und auch Fisch wurden gereicht. Die einheimischen Delikatessen, wie Entenfüße oder Froschschenkel, gab es für uns Touristen zum Glück nicht auf den Teller.

Mein persönlicher Höhepunkt der Reise? Schwierig… Es gab viele Höhepunkte, deshalb habe ich eine Liste der Top 3: Der Aufstieg entlang der Chinesischen Mauer darf selbstverständlich nicht fehlen.  Der Reisebus hielt direkt an der geschichtsträchtigen Mauer und jeder Reisegast konnte für sich entscheiden, ob er den schwierigen steilen Aufstieg, welcher nicht allzu überlaufen von Touristen war, oder die etwas einfachere Variante wählte. Wir haben uns für den steileren Aufstieg entschieden und wurden, trotz des diesigen Wetters, nicht enttäuscht und durften eine wahnsinnig schöne Aussicht genießen. Ein weiteres Highlight bot die Yangtze-Flusskreuzfahrt mit seinen Schluchten und den steilen Berggipfeln entlang des Ufers. Während der dreitägigen Flusskreuzfahrt hatten wir genügend Zeit, uns von den ersten Tagen unserer Rundreise zu entspannen oder auch den einen oder anderen Ausflug zu unternehmen. Mein dritter Höhepunkt der China Rundreise war die Millionenmetropole Hongkong am letzten Tag. Dort hatten wir einen kompletten Tag Freizeit zur Verfügung. Wir entschieden uns für eine Fahrt mit einer der unzähligen alten Doppeldecker-Straßenbahnen von Hongkong. Ein "Muss" für jeden Besucher. Im Anschluss fuhren wir mit dem Fahrstuhl auf das höchste Gebäude der Stadt, dem "International Commerce Centre" (484m). Ein atemberaubender Ausblick!

Ich würde China auf jeden Fall ein weiteres Mal besuchen. Unsere Reise dauerte 18 Tage. Klingt im ersten Moment recht lang, für ein Land wie China ist das allerdings viel zu kurz. Die vielen Unterschiede, allein innerhalb unserer Rundreise und die dazugehörigen Highlights und Eindrücke, möchte ich unbedingt ein weiteres Mal besuchen.

Ihre Kerstin Lobedan
aus dem RCC-Reisebüro Blechen Carré in Cottbus

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