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Inselhüpfen Kroatien (Premium)

Mit der Privatyacht die Inselwelt Kroatiens entdecken

Am 02.10. machten wir uns bei strahlend blauem Himmel gemeinsam mit unserem Busfahrer Maik Heinze, Reiseleiter Andreas Kwoll und unserer 29-köpfigen Reisegruppe auf den Weg nach Kroatien zum Inselhüpfen mit der Luxusyacht MY Majesty. Es gab einige Verunsicherungen, was die Grenzkontrollen aufgrund der Flüchtlingslage betraf, aber wir konnten problemlos die deutsch-österreichische Grenze passieren. Unsere Zwischenübernachtung legten wir im Ramada Hotel & Suites in Kranjska Gora ein. Das sehr ansprechende Hotel, mitten in der idyllischen Bergwelt der Julischen Alpen gelegen, bietet neben sehr geräumigen Zimmern ein reichhaltiges Abend- und Frühstücksbuffet.

Am nächsten Morgen starteten wir unsere Weiterreise nach Kroatien. In Opatija angekommen konnten wir bei herrlichem Sonnenschein und warmen Temperaturen gegen Mittag unsere Luxusyacht beziehen. Opatija ist ein Seebad an der Kvarner-Bucht, bzw. auf der Halbinsel Istrien, im Nordwesten Kroatiens mit ca. 11.659 Einwohnern und gilt als einer der ältesten Fremdenverkehrsorte Kroatiens. Bevor wir ablegten, begrüßte uns ein Mitarbeiter von Katharina Line mit einem landestypischen Schnaps, stellte uns die Crew vor und gab uns die ersten wichtigen Informationen mit auf den Weg. „Leinen los!“ hieß es dann mit Kurs auf Krk. Nach dem ersten Mittagessen an Bord erreichten wir die „Goldene Insel Krk“ gegen 16.30 Uhr. Dort zeigte uns die örtliche Reiseleiterin Nadja die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, wie den Hafen und den Marktplatz „Vela Placa“ mit Stadtturm und den sechsseitigen Brunnen aus dem 16. Jahrhundert. Am Abend trafen wir uns alle vor dem Schiff, um unser erstes gemeinsames Abendessen in einem örtlichen Lokal einzunehmen.

Am nächsten Morgen starteten wir nach dem Frühstück zur Insel Rab. Unterwegs legten wir trotz recht trübem Wetter einen Badestopp in einer ruhigen Bucht ein. Viele Mutige erfrischten sich im kühlen Nass. Nach dem Mittagessen
an Bord erreichten wir Rab, wo wir vor Anker gingen. Hier führte uns Herr Kwoll durch die engen, romantischen Gässchen bis hoch zum wunderschönen „4-Türme- Ausblick“. Es gibt wenige kroatische Städte, die mit einer solchen Schönheit prahlen können. Am Abend trafen wir uns dann wieder vor dem Schiff und gingen in einem urigen, landestypischen Lokal essen.

Von Rab aus, entlang der Insel Pag, fuhren wir am 3. Tag weiter nach Zadar. Die zu Norddalmatien gehörende Stadt liegt auf einer schmalen Landzunge am Adriatischen Meer. Sie wird vom Festland durch einen Wassergraben getrennt und war bis 1873 eine Festung. Der überwiegende Teil der Altstadt von Zadar ist venezianischen Baustils. Unter den Plätzen sind der Herrenplatz (Piazza dei Signori) mit seinem schönen Hauptwachtgebäude und der Gradska Straza sowie der 5-Brunnenplatz mit antiker korinthischer Säule nennenswert. Unsere örtliche Reiseleiterin zeigte uns das Römische Forum, die Basilika St. Donatus, das Kunstmuseum für Religion, die Meeresorgel und den „Sonnengruß“. Seit Juli 2005 gibt es am Hafen die vom Architekten Nikola Bašic geschaffene Meeresorgel, die durch die Wellenbewegung Musik erzeugt. In unmittelbarer Nähe hierzu installierte derselbe Architekt 2008 einen 22 Meter großen Kreis aus 300 mehrschichtigen, begehbaren Glasplatten – den „Sonnengruß“. Sie fangen das Sonnenlicht ein und produzieren zum Sonnenuntergang bunte Lichtspiele.

Am nächsten Morgen legten wir erst gegen 11 Uhr ab, damit wir noch den Markt von Zadar besuchen und einige einheimische Produkte kaufen konnten, wie z. B. den Salbei-Honig, den süßen Likör Maraskino oder den Kräuterschnaps Pelinkovac. Nun fuhren wir weiter zur Insel Ilovik. Aufgrund der Vielfalt der Flora wird Ilovik häufig als Blumeninsel bezeichnet. Bei einem Rundgang erkundeten wir die kleine, fast unberührte Insel. Überall duftete es nach Blüten und nach Lavendel – ein Fest für die Sinne. Auf der Insel gedeihen verschiedene Blumenarten: Oleander in den unterschiedlichsten Farben, Palmen und sogar 200 Jahre alte Eukalyptusbäume. Am Abend fand unser Captains Dinner statt. Kapitän Zoran begrüßte uns und erzählte interessante Dinge zur „MY Majestic“, z. B. wie er das Schiff gemeinsam mit seinen Brüdern von Januar bis Oktober 2014 gebaut hatte und sein Vater Taufpate war. Der Kapitän und seine Crew sangen uns sogar ein Ständchen und wir ließen den Abend in geselliger Runde ausklingen.

Tag 5 unserer Schiffsreise brachte uns nach Lošinj. Unterwegs legten wir noch einen Badestopp ein. Das Mittagessen genossen wir an Bord und wir erreichten Mali Lošinj (Hauptort der Insel Lošinj) bei Sonnenschein. Die blumen- und pinienreiche Insel zählt zu den sonnigsten Plätzen Europas. Sie liegt im Norden Kroatiens in der Kvarner Bucht und ist etwa 75 km² groß. Nach einem kurzen Orientierungsrundgang mit unserem Reiseleiter Herrn Kwoll konnte nun jeder den Ort auf eigene Faust erkunden. Am Abend stand ein individuelles Abendessen auf dem Programm. Da es aber die meisten der Reisegruppe genossen hatten, das Abendessen gemeinsam einzunehmen, reservierte Herr Kwoll kurzerhand für einen Großteil der Gruppe Plätze in einem Restaurant.

Am 6. Tag fuhren wir nach dem Frühstück zur Insel Cres. Cres ist zusammen mit Krk die größte Insel der Adria und war schon in der Jungsteinzeit bewohnt. Erste Kroaten siedelten bereits im frühen 7. Jahrhundert auf der Insel. 15 Uhr legten wir in Cres an und hatten wieder Gelegenheit, gemütlich durch die Gassen und kleinen Geschäfte zu bummeln. Am Abend wurden wir in einer Gaststätte am Hafen mit einem 3-Gang-Menü verwöhnt. Als Vorspeise wurde typischer Schinken, Käse und Oliven gereicht. Hauptspeise war eine riesige Fleischplatte verschiedenster Sorten inklusive landestypischer Cevapcici und als Nachspeise gab es leckere Palatschinken.

An unserem letzten Tag an Bord hat uns seit langem mal wieder die Sonne wach geküsst. Nach dem Frühstück genossen wir die Sonnenstrahlen, während wir aus dem Hafen von Cres ausliefen. Da sich heute ein Badestopp reinweg anbot, legte unser Kapitän Zoran spontan in einer kleinen Hafenstadt namens Mosenicka Draga an. Glasklares Wasser, sommerliches Wetter und die niedliche Promenade mit Kiesstrand luden zum Verweilen ein. Bevor wir von Bord gingen, schlüpften wir alle noch schnell in unsere so selten zum Einsatz gebrachten Sommersachen bzw. in die Badehosen. Nach diesem schönen Ausflug stand das Mittagessen an Bord bereit. In Opatija angekommen hatten wir noch eine Führung mit einer örtlichen Reiseleiterin. Eigentlich war die Führung für den nächsten Tag vorgesehen, aber es wurde uns mitgeteilt, dass wir die Nacht wohl wegen des starken Seeganges nicht im Hafen von Opatija verbringen konnten. Wir mussten ausweichen und nach Rijeka fahren. Die Reiseleiterin führte uns durch die weitläufigen Parkanlagen Angiolina und Sveti Jakov direkt am Meer entlang. Wir gingen an der Jakobskirche aus dem 15. Jahrhundert vorbei, entlang der Uferpromenade zur Statue Djevojka s galebom (Mädchen mit Möwe), dem Wahrzeichen Opatijas. Nun hatten wir alle ca. 1,5 Stunden Freizeit für einen Bummel entlang der Einkaufsstraßen von Opatija, bis wir uns wieder an Bord einfinden mussten, um nach Rijeka überzusetzen. In Rijeka angekommen fand unser Abschiedsabendessen an Bord mit Livekapelle und Schunkelmusik bis in die späten Abendstunden statt.

Am nächsten Morgen mussten wir um 9 Uhr das Schiff verlassen. Die letzten Kunas wurden noch für Souvenirs auf dem Markt und in den Einkaufsstraßen ausgegeben. Unser Reiseleiter Andreas Kwoll lotste unseren Busfahrer Maik Heinze zum vereinbarten Treffpunkt und kurze Zeit später saßen alle Reisegäste vollzählig im Bus. Um 11.40 Uhr verließen wir Rijeka. Andreas Kwoll hatte uns ein paar Tage zuvor angeboten, auf dem Weg nach Kranjska Gora noch einen Abstecher nach Ljubljana zu machen. Das Angebot nahmen wir dankend an und so hatte er eine Stadtführung mit Andreja organisiert. Ljubljana, die Hauptstadt Sloweniens, ist eine junge, lebendige Stadt mit einer wunderschönen Altstadt und vielen Cafés am Fluss. Nachdem wir dort ein wenig Zeit zur freien Verfügung hatten, machten wir uns gegen 16 Uhr auf nach Kranjska Gora zur letzten Übernachtung.

Die österreichisch-deutsche Grenze haben wir am nächsten Morgen gegen 12 Uhr ohne Wartezeit und Kontrollen überquert. Pünktlich um 22 Uhr fuhren wir auf den Hauptbahnhof in Cottbus – so wie es im Katalog stand. Das muss man bei einer Strecke von fast 1.000 km erst einmal nachmachen!

Zusammenfassend kann man sagen, dass Kroatien auf jeden Fall eine Reise wert ist! Die Inselwelt Kroatiens mit einer Yacht zu erkunden, ist eine super entspannende Art des Reisens. Wer also wirklich einmal Ruhe finden, im Einklang der Natur verreisen, aber auch kleine mediterrane Städte und Inseln kennenlernen möchte, ist hier bestens aufgehoben. Die Yacht ist sehr modern und freundlich eingerichtet. Kulinarisch wurden wir auf sehr hohem Niveau verwöhnt. Nicht zuletzt hatte die Herzlichkeit der Crew einen wesentlichen Einfluss auf die Reise.

Ein Bericht von Natalie Nitschke (RCC-Reisebüromitarbeitrin in Forst) & Anja Grießig (RCC-Reisebüromitarbeiterin im Haus der Reise Cottbus)

Kapitän & Hr. Kwoll
Natalie Nitschke & Anja Grießig